Der Hochkönig vom Arthurhaus – mit Ski über den Wolken

Da ich in den nächsten Wochen immer höhere Berge besteigen werde, sollte es diesmal zur Einstimmung auf den Hochkönig in Salzburg gehen. Startpunkt der Tour war das Arthurhaus, wo sich auch ein Parkplatz für Besucher und Tourengeher befindet. Das erste Teilstück legt man in leichtem Auf und Ab auf dem Sommerweg bzw. einer Forststraße zurück, bis man zur Mitterfeldalm kommt und danach einen steilen Hang quert. Ein paar Meter des Sommerwegs sind mit einem Stahlseil versichert, dem wir über eine Schneebrücke folgten. Nach einigen Minuten hatten wir diesen Abschnitt hinter uns und tauchten in die Wolken ein.

Wir folgten während der nächsten Stunde der Aufstiegsspur, um schließlich auf Höhe der Torsäule aus dem Nebel zu steigen. Wir wussten, dass wir uns nicht verirren konnten, da wir zum einen immer die Aufstiegsspur vor uns hatten und zum anderen wussten, dass die Route in diesem Abschnitt rechts und links durch steilere Hänge begrenzt wurde. Im Zweifel wären wir einfach umgekehrt und der Aufstiegsspur entlang abgefahren.

An der letzten Steilstufe vor dem Plateau machten wir kurz Pause und gönnten uns den ein oder anderen Müsliriegel. So gestärkt machten wir uns auf den Weg auf das Plateau, wo es auf und ab entlang der südlichen Abbruchkante Richtung Gipfel ging und wir bereits das Matrashaus sahen. Dieses Stück des Weges ist im Winter wie im Sommer großteils Kopfsache – man sieht das Ziel bereits einige Stunden, bevor man ankommt. Auch konditionstechnisch hatte es das letzte Steilstück kurz vor dem Gipfel dann nochmal in sich.

Am Gipfel angekommen machten wir eine ausgiebige Pause mit Nickerchen an der Südseite des Matrashauses. Das Panorama war herrlich – aus der Wolkendecke ragten Großglockner, Venediger und viele weitere Berggrößen Österreichs. Mit der Aussicht auf eine wolkige Abfahrt – die Wolkendecke hing ungefähr auf 2300 hm – und auf einige Gegenanstiege, machten wir uns nur widerwillig fertig zur Abfahrt.

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Die Abfahrt am Plateau war eher mühsam, da viele Höhenmeter auch bergauf zurückgelegt werden müssen. Wir schafften es jedoch, diese auf einen eher längeren Gegenanstieg zu konzentrieren und trugen dort die Ski hinauf. Weiter bis zur Torsäule war die Sicht noch gut und der Schnee war ab hier auch teilweise pulvrig.

Unterhalb der Torsäule nahm die Sicht aufgrund der Wolkendecke stark ab und wir fuhren in eher kurzen Abständen bis zur Querung vor der Mitterfeldalm. Während der Querung mussten wir wieder einige Höhenmeter bergauf zurücklegen, bevor es dann auf dem Sommerweg – wieder in leichtem Bergauf und Bergab – zum Arturhaus ging. Dort war ich dann doch froh, nach dieser Tour aus den Skischuhen zu kommen.

Die Tour ist lang und sowohl für den Körper und den Geist anspruchsvoll, was eigentlich ausschließlich an den vielen Gegenanstiegen liegt. Insgesamt waren es laut unseren GPS-Uhren knapp 1700 hm rauf und auch wieder runter. Die Querung nach der Mitterfeldalm sollte nicht unterschätzt werden und ist bei fraglicher Lawinenlage eher zu meiden. Ebenfalls bergen die steilen Hänge rechts und links vor dem Plateau sowie die Steilstufe vor dem Plateau und vor dem Gipfel durchaus Gefahren.

Im Großen und Ganzen hatten wir mit der Wetter- und der Lawinenlage viel Glück und konnten die Tour großteils genießen, vor allem, da sich ein derart tolles Gipfelpanorama für uns bat.


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